Pendlerstöme und Wanderungsströme
Pendlerverflechtungen
Ein wichtiger Parameter zur Beschreibung von regionalen Verflechtungen sind Pendlerströme. Mit den Pendlerströmen sind Einkommenstransfers von den Arbeitsorten zu den Wohnorten verbunden. Während die Einkommen am Arbeitsort einen Indikator der "Wirtschaftskraft" einer Region darstellen, stellen die über Pendlerströme zu ihren Wohnorten transferierten Einkommen einen Indikator für die "Kaufkraft" der Region dar. STASA hat ein Pendlermodell entwickelt, das Grundlage für die modellgestützte Analyse und Prognose ökonomischer und verkehrlicher Wirkungen.
Wanderungsströme (Migration)
Die Wanderungsströme können nach Alter, Geschlecht und anderen soziokulturellen Kriterien differenziert dargestellt werden. Auf diese Weise wird es möglich, neben den großräumigen Entwicklungslinien auch Region-Umland-Beziehungen darzustellen. Dabei werden nicht nur die "nackten Ergebnisse" betrachtet, sondern auch die Ursachen und Motive analysiert. Aus dieser Analyse kann wiederum ein zukunftsbezogener Attraktivitätsindex abgeleitet werden, der insbesondere für die Interpretation und Begründung der Ergebnisse von Bedeutung ist. Im Rahmen der demografischen Analyse wird nicht nur die Bevölkerungsentwicklung betrachtet, sondern auch die Wirkung auf die Arbeitsplätze, die Einkommen, die Einkommensstruktur oder andere daraus ableitbare Größen.
Die komplexen wanderungsbedingten Wirkungszusammenhänge zwischen den Kreisen werden mittels eines bei STASA entwickelten dynamischen, nichtlinearen Entscheidungsmodells analysiert und prognostiziert. Dadurch ist es möglich, die Entscheidungen der einzelnen Haushalte oder Individuen, von einem Kreis in einen an-deren Kreis umzuziehen, in ihrer zeitlichen Entwicklung, d.h. "dynamisch", und unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Entscheidungsträgern, d.h. in einem mathematischen Rahmen abzubilden. Die Tendenz der Wirtschaftssubjekte, Fühlungsvorteile einer Region wahrzunehmen, wird damit erfasst.